Eine Woche voller Tanz
Auch in diesem Jahr haben wir die Besucher während der Tanzwoche bewegt. Vom 11. bis 14. Juni stand die Grote Kerk Veere ganz im Zeichen des Tanzes. Bewegung, Ausdruck und Begegnungen erfüllten den monumentalen Raum während der Tanzwoche Veere. Die Besucher erlebten beeindruckende Aufführungen, inspirierende Begegnungen und ein besonderes soziales Tanzprojekt, das Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammenbrachte.
Kreuzungen
Ein besonderer Teil der Tanzwoche war das soziale Projekt Crossings - ein einzigartiges Tanzprojekt rund um Bewegung und Verbindung.
Kann man in nur vier Tagen eine Tanzaufführung auf die Beine stellen? In diesem besonderen Projekt haben junge Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund bewiesen, dass es möglich ist - und wie! In der monumentalen Kirche taten sich Bewohner der Asylbewerberzentren in Middelburg und Vlissingen mit Schülern von MBO Dans unter der Leitung des Choreografen Dalton Jansen und der Pädagogin Linda van Dijk zusammen. Am Samstagnachmittag, 14. Juni, präsentierten sie ihren Tanz vor einem kleinen Publikum. Die Aufführung zeigte eindrucksvoll, wie Tanz verbinden kann, auch wenn Sprache und Hintergrund unterschiedlich sind.
Dieses Projekt ist eine Koproduktion von Grote Kerk Veere, De Vrolijkheid und Nederlands Dans Theater (NDT), in Zusammenarbeit mit MBO Dans Zuidwest-Nederland.
NDT 2 x Grote Kerk Veere
Am Freitag, den 13. Juni, und Samstag, den 14. Juni, präsentierte das Nederlands Dans Theater (NDT ) ein einzigartiges Doppelprogramm in der Grote Kerk Veere. In Zusammenarbeit mit den Choreographen Marco Goecke und Botis Seva führten die Tänzer des NDT zwei kraftvolle und kontrastreiche Werke auf: Wir sagen uns Dunkles und Watch Ur Mouth.
Wir sagen uns Dunkles
In Wir sagen uns Dunkles erschafft Marco Goecke eine Welt voller rastloser Energie, in der sich Anziehung und Unbehagen ständig abwechseln. In seinem unverkennbaren Stil entstehen aus scheinbar flüchtigen Gesten bedeutungsvolle Szenen: ein Blick, ein Augenzwinkern, eine unerwartete Berührung.
Die Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich scharf und virtuos, als sprächen sie eine körperliche Sprache direkt aus ihrem Unterbewusstsein. Die Choreografie verlangt völlige Hingabe und offenbart Verletzlichkeit ohne Worte.
César Sautès-Vescovali (Tänzer NDT 2): "Es ist eine Reise in die tiefsten Schichten des Seins - ein Teilen der eigenen Privatsphäre, wo Verletzlichkeit hinter scharfen Bewegungen liegt."
Pass auf, was du sagst
In Watch Ur Mouth erforscht Botis Seva den ständigen Druck des Alltags: die Urteile von außen, die Stimmen von innen und die Kraft, die daraus entsteht, ihnen zu widerstehen. Sein Werk ist roh, intensiv und persönlich - ein Aufruf, durchzuhalten und sich selbst treu zu bleiben.
Mit einer kraftvollen Mischung aus zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop und Körpertheater lässt Seva die Tänzer Geschichten erzählen, die tief in ihren eigenen Erfahrungen verwurzelt sind. Jeder Körper bahnt sich seinen Weg durch den Lärm, getragen von der Verbundenheit in der Gruppe.
Nathaniel Belnavis-Wright (Tänzer NDT 2): "Die Verletzlichkeit wird in den Vordergrund gerückt und zeigt, wie Schönheit aus Erschöpfung und Kampf entstehen kann."


